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BuchReview – Anna Dressed in Blood von Kendare Blake


Anna Dressed in Blood

von Kendare Blake

Reihe: Anna Dressed in Blood, Band 1
Deutscher Titel: Anna im blutroten Kleid
Genre: Paranormal Young Adult
Verlag: Tor Teen Books
Erscheinungsdatum: August 2011
Seitenanzahl: 317 Seiten GB
Preis: € 13,30

 

 

 

Inhalt

Theseus Cassio Lowood – also Cas – zieht mit seiner Mutter und ihrem Kater Tybalt von Stadt zu Stadt. Von einem mörderischen Geist zum anderen. Die Geisterjagd ist sein Tagewerk, wie auch schon für seinen Vater und Großvater vor ihm. Er ist ein Teenager und doch hat er schon mehr gesehen als so mancher Erwachsener. Denn die Geister sterben nicht direkt auf eine geschmackvolle Weise und auch die Leichen ihrer Opfer sind die meiste Zeit entstellt. Cas sieht das alles. Dennoch ist er, wenn auch ein Einzelgänger, nicht direkt angeknackst in seiner Psyche.

Am Anfang des Buches erhält er einen Tipp von Daisy – einem seiner Informanten. Er erzählt ihm von Anna Dressed in Blood. Einem Mädchen, dem in den 50ern auf dem Weg zu einem Tanz die Kehle durchgeschnitten wurde. Sie trug ein weißes Kleid damals. Nur war es so voller Blut als man sie fand, dass sie von da an nur noch Anna Dressed in Blood genannt wurde. Seit ihrem Tod reißt sie jeden in Stücke, der ihr Haus betritt. Cas ist von Anfang an fasziniert und macht sich mit seiner Familie auf den Weg.

In der Stadt kennt jeder die Geschichte von Anna und einige Footballspieler, die sofort schlecht auf Cas zu sprechen sind, führen ihn zu Annas Haus. Als sie ihn allerdings hinein zerren, taucht Anna auf und tötet einen der Jungs. Vor Cas macht sie halt, während die anderen fliehen können. Da tut sich nun natürlich die Frage auf: Was ist so besonders an ihm?

 

Einschätzung

Anna Dressed in Blood klang schon von der Inhaltsangabe her vielversprechend für mich. Als Fan der Serie „Supernatural“ finde ich das Thema Geisterjagd verdammt spannend und wer die Serie kennt, dem sind auch die Namen „Cas“ und „Anna“ geläufig – bei „Supernatural“ hießen ja zwei der Engel so. Ich weiß nicht, ob das die Absicht der Autorin war, aber ich finde diesen Zufall grandios, wenn es denn einer ist. Ansonsten sehe ich die Namensgebung einfach als eine Hommage an und freue mich umso mehr ;-)

Cas ist also Geisterjäger. Mit der Athame seines Dads killt er sich von einem Ort zum anderen. Er ist Einzelgänger, verdammt gutaussehend und weiß, wie er mit den Ladies umgehen muss. Das ist ein Talent, das er auch braucht, weil er so in jeder neuen Schule mit dem Mädchen ins Gespräch kommt, das jeder kennt und das am meisten weiß – die Schulkönigin. In diesem Fall ist das Carmel, die zwar einigen Clichés gerecht wird, andere aber in den Wind zerstreut.

Ein weiterer wichtiger Charakter ist Thomas, der ab und an mal Gedanken lesen kann und außerdem, ebenso wie sein Großvater, ein Hexer ist. Er ist in Carmel verliebt und, anders als in so manchen Büchern, könnte draus vielleicht sogar etwas werden. So oder so sind er und sein Grandpa ziemlich nützlich für Cas, der es nicht gewohnt ist, so viele „Zivilisten“ in seine Jagd mit reinzuziehen.

Zuletzt ist da noch Anna. Sie ist stärker und unberechenbarer als jeder Geist, der Cas zuvor vor die Flinte, oder wohl eher Athame, gekommen ist. Sie ist sehr wütend (mit Recht, wie man später herausbekommt) und Cas fühlt eine besondere Bindung zu ihr. Und ja, mein Gott, er verliebt sich in sie. War ja klar ;-)

Blake hat einen göttlichen Schreibstil. Das Buch zu lesen war ein wahrer Genuss. Cas‘ Gedanken sind voller Sarkasmus und Witz. Trotz der schlimmen Ereignisse fehlt der Funke an schwarzem Humor kein bisschen. Und wenn es dann doch hart auf hart kommt, beschreibt Blake die Ereignisse so hübsch grausig, dass man einen Ausruf des Ekels nur schwer unterdrücken kann.

Tor Books´ Cover zeigt Anna in ihrem besudelten Kleid, wie sie vor ihrem Haus steht. Es war der ausschlaggebende Grund, aus dem ich bei Amazon auf das Buch geklickt habe. Zusammen mit dem Titel macht es wirklich was her.

Zwar war die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse jetzt nicht direkt gegeben, aber das störte nur wenig. Ich fand es etwas befremdlich, dass man Anna tatsächlich anfassen konnte, obwohl so doch tot war und als „Geist“ bezeichnet wurde. Aber ansonsten …

 

Fazit

“Anna Dressed in Blood” ist ein wunderbar spritziger, wenn auch ein wenig grausiger Roman. Fünf Punkte! (CK)

 

 

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