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BuchReview – Stille Nacht von Tanja Heitmann u.a.


Stille Nacht

von Tanja Heitmann u.a.

Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Paranormal Young Adult
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: November 2011
Seitenanzahl: 192 Seiten TB
Preis: € 12,99

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Inhalt

Ein einsamer Vampir, der inmitten der verschneiten Wälder Finnlands auf ein geheimnisvolles Mädchen trifft; eine gefährlich-schöne Meeresgöttin, die den jungen Abenteurern einer Grönlandexpedition den Kopf verdreht; Geisterwölfe, die das Geschick einer tragischen Liebe verwandeln – diese und weitere wunderschöne Geschichten voll schicksalhafter Liebe, phantastischer Romantik und fesselnder Spannung entführen in faszinierende Welten und verzaubern!


Einschätzung

Unter dem Vorwand, mich auf Weihnachten einstimmen zu müssen, habe ich mich mit der Anthologie und anderen essentiellen Utensilien wie Kuscheldecke, Duftkerze und heißer Schokolade auf die Couch im Wohnzimmer zurückgezogen. Und wirklich! Nach Stunden voller Herzenswärme, welche ab und an von einem wohligen Schauer unterbrochen wurde, freue ich mich nun tatsächlich auf die besinnlichste Zeit des Jahres. Jede Geschichte für sich war ein Kleinod – ein Juwel der phantastischen Literatur. Ohne die Spannung zu schmälern, möchte ich nun im Detail auf die einzelnen Stories eingehen.

TANJA HEITMANN – EINE SPUR VON ROT
In den tief verschneiten Wäldern Finnlands folgt der Vampir Finjas „einer Spur von Rot“ und findet das Mädchen Michal. Beide leben in einer Welt, in der die Menschen so gut wie verschwunden sind und wo stattdessen die Vampire regieren. Ihnen ist klar, dass die Familien ihre Verbindung niemals dulden werden. Doch die jungen Leute wollen sich nicht in ihr vorgezeichnetes Schicksal fügen. Hoffen wir für sie, dass ihre Liebesgeschichte ein anderes Ende findet, als das von Romeo und Julia.

GESA SCHWARTZ – DAS HERZ IN DER DUNKELHEIT

Bücher waren für sie alles andere als ein Versteck oder eine Flucht. Sie waren schon immer ein Trost gewesen, ein Atemholen und ein Fall in die eigene Dunkelheit, um am Ende reich und verwandelt in die äußere Welt zurückzukehren.

Um dieses Thema kreisen Sophies Gedanken, während sie durch die verschneiten Straßen von Paris läuft. Doch dann gerät sie zwischen die Fronten eines Kampfes und wird schwer verletzt. Kaum überwindbare Dunkelheit, ein Schemen in den Schatten und die sanfte Stimme eines Engels namens Askadon begleiten sie auf ihrem Heilungsprozess. Erst als sie wieder gesund ist und es ihr gelingt, hinter die Schatten zu sehen, erkennt sie die wahre Gestalt ihres Wohltäters. Vermag die Schöne den Fluch zu bannen, der das Biest in den Katakomben gefangen hält?

NINA BLAZON – TOM JOFNURS LIED
Walfischfänger, die wie einst Kapitän Ahab einem Phantom hinterherjagen. Sirenen, die nach Blut gieren. Schuldgefühle, die ihn keine Ruhe finden lassen. Und die Sehnsucht nach Liebe. All diese Dinge sind Teil von Toms Leben. Er erträgt sie geduldig, in der Hoffnung, dass das weiße Einhorn den Fluch, der auf seinen Händen liegt, zu bannen vermag. Mit dem Mädchen Sedna scheint dieser Wunsch zum Greifen nah. Ist sie die Antwort auf all seine Träume?

ANIKA BEER – GEISTERWOLF
Julie und Adrian, heiße Schokolade und goldene Augen, Wiedergutmachung oder Schicksal. Als die beiden jungen Leute sich auf einer Brücke begegnen, spüren sie sofort eine innere Verbundenheit. Doch erst als Julie ein Blick in Adrians Vergangenheit vergönnt ist, erkennt sie sein wahres Wesen. Nimmt die Dämonen wahr, die sein Gewissen nicht zur Ruhe kommen lassen. Julie hat sich verliebt und ist bereit, alles zu tun, um die Chimären für immer aus seinem Herzen zu vertreiben.

MICHAELA F. HAMMESFAHR – WINTERKINDER
Wenn frisch gefallener Schnee die Landschaft in ein weißes Winterkleid hüllt. Wenn der Wind um das Haus pfeift und unzählige Eisblumen an den Fenstern erblühen. Wenn Eiszapfen an der Dachrinne wachsen und im Sonnenlicht glitzern wie Diamanten. Dann sind die Winterkinder unterwegs. Dass mit ihnen nicht zu spaßen ist, dürfen Jenny, Lara und Marie am eigenen Leib erfahren. Wie gut, dass es Ferris gibt – und Jennys besondere Gabe.

NORA MELLING – RAUNÄCHTE
In den zwölf Raunächten nach der Wintersonnenwende kann man die Tore zwischen den Welten öffnen. Elodie hört zum ersten Mal davon und schon ist sie mitten drin in einer verrückten Geschichte. Erst rettet ihr ein Dieb namens Mick das Leben, dann klettern Spinnendämonen den Schornstein hinab und stören das bilderbuchmäßige Weihnachtsfest ihrer Eltern. Elodie ist klar, das Tor muss wieder geschlossen werden. Doch auch Mick gehört in diese andere Welt. Soll sie ihn einfach so gehen lassen?

Auch wenn nicht jede Geschichte vollkommen war, hat mir die Anthologie in ihrer Gesamtheit gut gefallen. Die Wesen, die darin vorkamen, waren vielfältig. Ebenso die Gefühle, die transportiert wurden. Und natürlich die Schreibstile der Autorinnen. Tanja Heitmann nahm den Leser gekonnt an die Hand und führte ihn ins Reich der Dystopie, Gesa Schwartz erschuf mit bildhafter Sprache eine sehr dichte Atmosphäre, die das Herz berührte, Nina Blazons bittersüße Story war für mich das absolute Highlight, Anika Beer überzeugte mit Romantik pur, Michaela F. Hammesfahr traf meinen Nerv leider nicht so ganz, Nora Melling erbrachte den Beweis, dass Weihnachten durchaus humorvoll sein kann.

Das Cover ist in Winterfarben von weiß über hellblau bis lila gehalten. Den unteren Rand ziert eine filigrane Spitze, darauf ruht der Kopf eines Mädchens, dessen Blick traurig und ein wenig leer wirkt. Wohingegen der Schriftzug „Stille Nacht“ auf sehr romantische Art magische Liebesgeschichten verheißt.


Fazit

Ein zauberhaftes Buch für lange Wintertage, das ich nicht nur Jugendlichen, sondern durchaus auch Erwachsenen empfehlen kann. Dafür gibt es von mir 4 von 5 besinnlichen Punkten! (LK)

 

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