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FilmReview – Queer as Folk


Queer as Folk

Idee: Russell T Davies
Darsteller: Gale Harold, Randy Harrison, Hall Sparks, Peter Paige, Scott Lowell, Thea Gill, Michelle Clunie, Sharon Gless
Originaltitel: Queer as Folk
Genre: Drama
FSK: 16 Jahre
Erscheinungsdatum: Juli 2006

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Inhalt

Die in Pittsburgh angesiedelte Serie schildert die Erlebnisse der fünf schwulen Männer Brian, Justin, Michael, Emmett und Ted und deren lesbischen Freundinnen Lindsay und Melanie. Es geht um Geschichten innerhalb der homosexuellen Szene – um Freundschaft und Beziehungen, um AIDS, Drogen und Vorurteile. Der Zuseher erfährt, wie sich Brian und Justin auf der Liberty Avenue kennenlernen und in welche Richtung sich ihre Beziehung entwickelt. Michael verliebt sich in seinen Chiropraktiker und lebt zum ersten Mal in einer eheähnlichen Verbindung. Emmett, der seine Neigung immer offen gelebt hat, wird mit AIDS konfrontiert und schließt sich einer Heten-Selbsthilfegruppe an. Der stets korrekte Ted macht Bekanntschaft mit der Droge GHB und einem Lederdaddy. Und Lindsay und Melanie erfahren, was es heißt, Eltern zu sein und wie sich dieser Umstand auf ihre Liebe auswirkt.

 

Einschätzung

Eines müsst ihr wissen: Es dreht sich alles nur um Sex.

Mit diesen Worten führt uns Michael in die Schwulenszene ein. Doch diese Serie hat weit mehr zu bieten, als freizügige Sexszenen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Witzig und liebenswert präsentieren die Charaktere uns ihre Welt – vollkommen kitschfrei und gerade deshalb bewegend für jeden – egal ob homo oder hetero. Der Dramaserie fehlt es wirklich an nichts. Zwischenmenschliches wird hier ebenso abgehandelt wie das Coming out, Homophobie, HIV und AIDS, Drogenmissbrauch, Schönheitswahn etc. Wer sich also auf das Themengebiet einlassen möchte, der bekommt nicht nur spannende und humorvolle Unterhaltung geboten, sondern auch einen sehr guten Einblick in die “Welt der Schwulen und Lesben”. Spätestens dann erkennt sicher jeder, dass sie sich nicht wirklich von der “übrigen Welt” unterscheidet. Jede einzelne Filmrolle wurde mit einem hervorragenden Schauspieler besetzt. Egal ob homo- oder heterosexuell – die Grenzen verschwimmen und ich bin immer wieder fasziniert von der schauspielerischen Leistung jedes einzelnen. Vor allem aber von Gale Harold, der die Rolle des Brian Kinney übernommen hat und sie mit so viel Charisma verkörpert, dass man gar nicht anders kann, als mit dem Anti-Helden Brian zu sympathisieren.

Brian Kinney: narzisstisch, gnadenlos ehrlich, beziehungsunfähig – allerdings nur auf den ersten Blick. Er besitzt einen weichen Kern und geht für seine Freunde durchs Feuer – was er allerdings niemals zugeben würde.

Justin Taylor: süße 17, intelligent und zielstrebig, outet sich und wird vom Vater verstoßen, entwickelt sich zu einem selbstbewussten Schwulen, der an das Wort „Beziehung“ glaubt

Michael „Mikey“ Novotny: Brians Freund aus Kindertagen, an Loyalität kaum zu überbieten, heimlich in Brian verliebt, sucht nach der großen Liebe

Emmett Honeycutt: personifizierter Schwuler und Paradiesvogel, liebenswert mit überraschend vernünftiger Sichtweise

Theodor „Ted“ Schmidt: Buchhalter und ältestes Cliquenmitglied, leidet unter seiner Eingefahrenheit und verliert bisweilen den Bezug zur Realität

Lindsay „Linds“ Peterson: langjährige Freundin von Brian, dem Vater ihres künstlich gezeugten Sohnes Gus, lebt in einer Beziehung mit Melanie

Melanie „Mel“ Marcus: Rechtsanwältin, muss sich beruflich wie privat mit Beziehungsproblemen, Diskriminierung etc. herumschlagen

Deborah „Debbie“ Novotny: Michaels kapriziöse Mutter, die im „Diner“ auf der Liberty Avenue nicht nur Burger serviert, sondern auch jede Art von Kummer zu lindern versteht

Das Intro führt uns sogleich in den angesagtesten Tanzclub der Schwulenszene von Pittsburgh: das Babylon. Gut gebaute Jungs mit Cowboyhüten und Tangas zeigen uns vor schrillem Retro-Hintergrund, was sie so drauf haben. Der Soundtrack reicht von „You Think You’re a Man“ und „Crying at the Discotheque” über “Highschool Confidential” bis hin zu “Save the Last Dance for me”.

 

Fazit

Queer as Folk – eine Geschichte über das schwule Leben, wunderbare Freunde und die große Liebe. Aber auch eine Geschichte, die uns nicht nur Toleranz, sondern vor allem Akzeptanz lehren soll. Dafür spreche ich eine eindeutige Empfehlung aus und vergebe 5 von 5 Punkten – und ein Amazing! (LK)

 

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